Rehasport Köln
Mehr Lebensqualität durch Kräftigung, Schmerzreduktion und Stabilität

Kohlenhydrate als Energiequelle – Warum sie für Muskelarbeit und Rehasport wichtig sind

Kohlenhydrate werden häufig missverstanden.


Viele Menschen reduzieren sie stark – besonders wenn sie abnehmen möchten.
Im therapeutischen Kontext ist das jedoch problematisch.
Ein Muskel braucht Energie.
Ohne ausreichende Energieversorgung ist keine effektive Kräftigung möglich.
Und ohne Kräftigung kann Stabilität nicht verbessert werden.
Kohlenhydrate sind die primäre, schnell verfügbare Energiequelle des Körpers – insbesondere für arbeitende Muskulatur.



Was sind Kohlenhydrate eigentlich?

Kohlenhydrate sind organische Verbindungen, die dem Körper Energie liefern.
Ein Gramm Kohlenhydrate liefert etwa 4 Kilokalorien.
Sie werden im Körper überwiegend als Glukose genutzt und in Muskeln sowie Leber als Glykogen gespeichert.
Man unterscheidet:
Einfachzucker (Monosaccharide)
  • Glukose
  • Fruktose

  • Galaktose

Zweifachzucker (Disaccharide)

  • Saccharose
  • Laktose
  • Maltose

Vielfachzucker (Polysaccharide)

  • Stärke
  • Glykogen
  • Ballaststoffe
Kurzkettige Kohlenhydrate werden schneller aufgenommen.
Langkettige Kohlenhydrate sorgen für eine gleichmäßigere Energiebereitstellung.


WHO- und DGE-Empfehlungen zu Kohlenhydraten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen:
Etwa 50–60 % der täglichen Energiezufuhr sollten aus Kohlenhydraten stammen.


Für einen durchschnittlichen Erwachsenen bedeutet das:
  • Frauen: ca. 200–250 g Kohlenhydrate pro Tag (je nach Energiebedarf)
  • Männer: ca. 250–300 g Kohlenhydrate pro Tag

Diese Werte sind Richtwerte für die Allgemeinbevölkerung.
Bei Leistungssportlern gelten andere Empfehlungen.

Im Rehasport-Bereich orientieren wir uns jedoch nicht an Hochleistung, sondern an funktioneller Belastbarkeit.



Warum Muskeln Kohlenhydrate bevorzugen

Muskeln arbeiten effizienter, wenn schnell verfügbare Energie vorhanden ist.
Kohlenhydrate werden im Muskel als Glykogen gespeichert.


Greift der Muskel auf diese gespeicherte Energie zurück, kann er:
  • schneller reagieren
  • kraftvoller kontrahieren
  • länger durchhalten
  • effektiver regenerieren

Muss der Körper zuerst Fett verstoffwechseln, dauert die Energiebereitstellung länger.
Für moderate bis intensivere Muskelarbeit sind Kohlenhydrate daher die bevorzugte Energiequelle.
Vereinfacht gesagt:

Der Muskel arbeitet besser, wenn er intern auf gespeicherte Kohlenhydrate zurückgreifen kann.



Was passiert bei zu geringer Kohlenhydratzufuhr?

Wird dauerhaft sehr wenig Kohlenhydrate aufgenommen, kann es zu folgenden Effekten kommen:
  • reduzierte Leistungsfähigkeit
  • schnellere Ermüdung
  • verlangsamte Regeneration
  • Muskelabbau bei gleichzeitigem Kaloriendefizit
  • geringere Trainingsanpassung
Gerade im Rehasport, wo gezielte Muskelaktivierung notwendig ist, kann eine unzureichende Energieversorgung therapeutische Fortschritte verzögern.



Nicht jede Energie ist gleich – Qualität der Kohlenhydrate

Energie ist nicht automatisch gleichzusetzen mit Zucker.
Sinnvolle Quellen sind:
  • Vollkornprodukte
  • Haferflocken
  • Reis
  • Kartoffeln
  • Hülsenfrüchte
  • Obst in moderaten Mengen

Weniger günstig sind:

  • stark verarbeitete Zuckerprodukte
  • stark raffinierte Süßwaren
  • große Mengen isolierter Einfachzucker
Ziel ist eine gleichmäßige, stabile Energieversorgung – keine kurzfristigen Blutzuckerspitzen.



Kohlenhydrate im Rehasport-Kontext

Im Rehasport in Köln geht es nicht um maximale sportliche Leistung.
Es geht um:
  • Stabilisierung
  • Muskelaufbau
  • Koordination
  • Schmerzlinderung
  • Belastungssteigerung

Damit Muskulatur auf Trainingsreize reagieren kann, benötigt sie:

  • Energie
  • Aminosäuren (Proteine)
  • Regeneration

Kohlenhydrate liefern die primäre Energie für diese Prozesse.

Ohne ausreichende Energiebereitstellung kann die Muskulatur die gewünschten Anpassungen nur eingeschränkt umsetzen.


Was ist mit D.M.?

Bei Diabetes mellitus gelten individuelle ärztliche Empfehlungen.


Die hier genannten Informationen sind allgemeine Richtwerte und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Patienten mit Diabetes sollten sich immer an die spezifischen Vorgaben ihres behandelnden Arztes halten.




Zusammenspiel mit Proteinen und Fetten

Kohlenhydrate sind nicht isoliert zu betrachten.


Proteine sind notwendig für Muskelaufbau und Reparatur.
Fette erfüllen wichtige hormonelle Funktionen.
Für therapeutische Zielsetzungen betrachten wir daher immer:
Einseitiger Verzicht ist selten sinnvoll.


Fazit: Kohlenhydrate sind Grundlage funktioneller Muskelarbeit

Kohlenhydrate sind:
  • die bevorzugte Energiequelle der Muskulatur
  • wichtig für Belastbarkeit
  • entscheidend für Trainingsanpassung
  • unterstützend in der therapeutischen Bewegung

Wer Muskulatur stärken möchte, sollte nicht pauschal auf Kohlenhydrate verzichten.
Im Rehasport betrachten wir Ernährung als unterstützenden Baustein – nicht als isolierte Maßnahme. 
Bewegung braucht Energie.
Energie braucht Struktur.

Struktur schafft Fortschritt.

➡️ Sie finden uns im Rehasport in Kalk (Wegbeschreibung)
➡️ Sie können hier nachlesen, was Rehasport ist.


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