Warum Bewegung wichtiger ist als Motivation
Viele Menschen wünschen sich weniger Schmerzen, mehr Beweglichkeit, mehr Energie oder mehr Lebensqualität.
Dabei entstehen häufig ähnliche Fragen:
- Was ist die richtige Bewegung?
- Wie oft sollte man sich bewegen?
- Warum hat mein Arzt Rehasport verordnet?
- Reicht eine Stunde Bewegung pro Woche aus?
- Warum werden manche Menschen dauerhaft aktiv und andere nicht?
- Worauf kommt es langfristig wirklich an?
Im Laufe der Jahre durfte ich viele Menschen begleiten.
Dabei habe ich festgestellt:
Gesundheit entsteht selten durch eine einzelne Maßnahme.
Gesundheit entsteht meist durch Regelmäßigkeit, Gewohnheiten und die Fähigkeit, Bewegung dauerhaft in das eigene Leben zu integrieren.
Gesundheit beginnt nicht beim Arzt – sondern im Alltag
Der Arzt erfüllt eine wichtige Aufgabe.
Er untersucht.
Er diagnostiziert.
Er bewertet Befunde.
Er behandelt medizinisch.
Der Alltag erfüllt jedoch ebenfalls eine wichtige Aufgabe.
Denn dort wird entschieden:
- Bewege ich mich?
- Bleibe ich aktiv?
- Setze ich Empfehlungen um?
- Integriere ich Bewegung in mein Leben?
Deshalb beginnt langfristige Gesundheit häufig nicht mit einer einzelnen Behandlung.
Sondern mit den Entscheidungen, die jeden Tag getroffen werden.
Es kommt darauf an
Eine Aussage wirst du bei mir häufiger hören: „Es kommt darauf an.“
Nicht weil ich keine Antwort geben möchte.
Sondern weil Menschen unterschiedlich sind.
Jeder Mensch hat:
- andere Voraussetzungen
- andere Beschwerden
- andere Ziele
- andere Erfahrungen
- andere Ressourcen
- andere Bedürfnisse
Deshalb gibt es selten nur eine Lösung, die für alle Menschen gleichermaßen richtig ist.
➡️ Mehr dazu unter Es kommt auf den Schmerzen an
Das Wasser-Beispiel
Um diesen Gedanken verständlicher zu machen, nutze ich gerne ein einfaches Beispiel.
Wasser.
Es gibt:
- Leitungswasser
- Wasser aus dem Supermarkt
- Wasser aus dem Kiosk
- Wasser an der Tankstelle
- Wasser am Flughafen
- Wasser im Flugzeug
- Wasser in Designerflaschen
- Wasser in Luxus- oder Goldflaschen
Die spannende Frage lautet:
Welches Wasser ist das beste?
Die Antwort lautet:
Es kommt darauf an.
Denn alle erfüllen zunächst dasselbe Grundbedürfnis:
Durst stillen.
Der Unterschied liegt häufig nicht im Grundbedürfnis.
Der Unterschied liegt in den zusätzlichen Bedürfnissen, Zielen, Möglichkeiten und Ressourcen.
Gesundheit funktioniert ähnlich
Auch bei der Gesundheit gibt es Grundbedürfnisse.
Dazu gehören:
- Bewegung
- Mobilität
- Belastbarkeit
- Kraft
- Sicherheit im Alltag
- Wohlbefinden
Viele Menschen möchten zunächst genau diese Grundlagen verbessern.
Und genau hier beginnt häufig der Rehasport.
Warum Ärzte Rehasport verordnen
Ärzte und Rehasport erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Der Arzt behandelt medizinisch.
Der Rehasport beschäftigt sich mit Bewegung.
Mit Aktivität...
Mit Belastbarkeit...
Mit praktischer Umsetzung...
Mit dem Alltag...
Deshalb wird Rehasport häufig dann verordnet, wenn Bewegung ein sinnvoller Bestandteil des weiteren Weges sein kann.
Rehasport ergänzt die medizinische Versorgung.
Nicht als Ersatz.
Sondern als Unterstützung.
➡️ Mehr dazu unter: Was ist Rehasport?
Rehasport erfüllt wichtige Grundbedürfnisse
Für mich erfüllt Rehasport wichtige gesundheitliche Grundbedürfnisse.
Dazu gehören:
- regelmäßige Bewegung
- Mobilisation
- Kraftaufbau
- Koordination
- Körperwahrnehmung
- Aktivität im Alltag
Für viele Menschen ist genau das der richtige Einstieg.
Und genau dafür wurde Rehasport geschaffen.
➡️ Mehr dazu unter: Rehasport in Köln
Das Rehasport Köln Konzept
Rehasport kann unterschiedlich organisiert und umgesetzt werden.
Deshalb haben wir das Rehasport Köln Konzept entwickelt.
Dabei geht es nicht nur um einzelne Kurseinheiten.
Sondern um die Frage:
Wie können Menschen langfristig für Bewegung begeistert werden?
Wie können sie Schritt für Schritt mehr Sicherheit gewinnen?
Wie können sie Bewegung dauerhaft in ihr Leben integrieren?
➡️ Mehr dazu unter Rehasport Köln
Hier erfahren Sie mehr über den Aufbau, die Struktur und die verschiedenen Bestandteile unseres Rehasport Köln Konzeptes.
Rehasport als Starthilfe zur Bewegung
Im Laufe der Jahre durfte ich viele Menschen begleiten.
Viele Teilnehmer berichteten nach einiger Zeit von Verbesserungen.
Sie fühlten sich beweglicher.
Sie hatten weniger Beschwerden.
Sie fühlten sich sicherer.
Für manche war genau das der Moment, an dem sie glaubten:
- „Jetzt brauche ich das nicht mehr.“
Einige hörten auf.
Monate oder Jahre später kamen manche von ihnen wieder zurück.
Nicht selten mit denselben Beschwerden.
Teilweise sogar mit stärkeren Einschränkungen als zuvor.
Diese Erfahrung hat mir eines besonders deutlich gezeigt:
Regelmäßigkeit wichtiger ist als eine einzelne Einheit
Hier kommt das Wasser-Beispiel erneut ins Spiel.
Stellen wir uns vor, ein Mensch trinkt nur einmal pro Woche Wasser.
Jeden Montag ein großes Glas.
Danach sechs Tage nichts.
Würde das funktionieren?
Wahrscheinlich nicht.
Der Körper benötigt Wasser regelmäßig.
Nicht einmalig.
Mit Bewegung verhält es sich ähnlich.
Eine Rehasport-Einheit kann ein wichtiger Impuls sein.
Sie ersetzt jedoch nicht die Bewegung der restlichen Woche.
Deshalb ist Rehasport für mich häufig ein Startpunkt.
Ein Anfang.
Eine Orientierung.
Eine Möglichkeit, den eigenen Körper wieder kennenzulernen.
Langfristige Veränderungen entstehen meist dann, wenn Bewegung regelmäßig Teil des Lebens wird.
➡️ Mehr dazu unter: Regelmäßige Rehasport Teilnahme
Bewegung ist die eigentliche Quelle
Deshalb sehe ich Rehasport nicht als Ziel.
Ich sehe Rehasport als Einstieg.
Rehasport führt Menschen an Bewegung heran.
Rehasport vermittelt Sicherheit.
Rehasport vermittelt Erfahrungen.
Rehasport hilft vielen Menschen dabei, ihren Körper wieder besser kennenzulernen.
Doch die eigentliche Quelle bleibt Bewegung selbst.
Nicht die Verordnung.
Nicht die Unterschrift.
Nicht die Teilnahme.
Sondern die Bewegung.
Vom Rehasport zur Gewohnheit
Am Anfang benötigen viele Menschen äußere Unterstützung.
Ein Arzt empfiehlt Rehasport.
Ein Kurs gibt Struktur.
Eine Gruppe motiviert.
Ein Trainer erklärt Übungen.
Das ist völlig normal.
Mit der Zeit entsteht jedoch häufig etwas anderes.
Menschen beginnen zu verstehen:
- „Diese Bewegung tut mir gut.“
- „Ich fühle mich besser.“
- „Ich möchte das auch außerhalb des Rehasports machen.“
Genau an diesem Punkt wird aus einer äußeren Empfehlung eine eigene Entscheidung.
Und genau dort beginnt häufig nachhaltige Gesundheit.
Bedürfnisse und Ressourcen
Menschen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Ziele.
Sie unterscheiden sich auch durch ihre Ressourcen.
Manche Menschen verfügen über:
- viel Zeit
- viel Wissen
- viel Erfahrung
- hohe Eigenmotivation
Andere wünschen sich:
- Orientierung
- Struktur
- Begleitung
- Sicherheit
- Zeitersparnis
Beides ist vollkommen legitim.
Deshalb gibt es unterschiedliche Wege.
Nicht weil einer richtig und der andere falsch ist.
Sondern weil Menschen unterschiedliche Bedürfnisse und unterschiedliche Ressourcen haben.
Präventionskurse als nächster Schritt
Wenn Rehasport die gesundheitlichen Grundbedürfnisse unterstützt, können Präventionskurse helfen, darauf aufzubauen.
Hier werden häufig zusätzliche Themen vermittelt:
- Rücken
- Gelenke
- Bewegung im Alltag
- Belastungssteuerung
- Gesundheitswissen
- Eigenverantwortung
Der große Vorteil:
Präventionskurse werden häufig von gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst oder erstattet.
➡️ Mehr dazu unter: Präventionskurse in Köln
Online-Präventionskurse und Zusatzwissen
Nicht jeder kann regelmäßig vor Ort teilnehmen.
Deshalb gibt es zusätzlich Online-Präventionskurse.
Diese ermöglichen es vielen Menschen, sich zeit- und ortsunabhängig mit Gesundheitsthemen zu beschäftigen.
Zusätzlich werden dort Themen vermittelt, die über den klassischen Rehasport hinausgehen können.
➡️ Mehr dazu unter: Online-Präventionskurse von FitMitSly
Wer mehr möchte, kann darauf aufbauen
Nicht jeder benötigt dieselbe Unterstützung.
Nicht jeder verfolgt dieselben Ziele.
Nicht jeder befindet sich an derselben Stelle seiner Entwicklung.
Deshalb gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:
- Rehasport
- Präventionskurse
- Online-Präventionskurse
- eigenständiges Training
- individuelle Betreuung
Nicht weil das eine besser wäre als das andere.
Sondern weil Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben.
Manche Menschen möchten ihre Grundbedürfnisse durch regelmäßige Bewegung erfüllen.
Andere möchten gezielter vorgehen.
Sie möchten ihre Belastbarkeit verbessern.
Sie möchten nach Beschwerden oder Verletzungen wieder sicher trainieren.
Sie möchten individuell begleitet werden.
Oder sie möchten gezielt auf Kraft, Stabilität, Sport oder Leistungsfähigkeit aufbauen.
➡️ Mehr dazu unter: Personal Training für Sportrehabilitation & Bewegungsaufbau mit Peter Ortmann
Über den Autor
Dort erfahren Sie mehr über die Entstehung von Healthengineers, persönliche Erfahrungen und die Hintergründe unseres Ansatzes.
Jeder Mensch beginnt an einem anderen Punkt
Mein Leitsatz
Rehasport ist für mich häufig nicht das Ende.
Rehasport ist der Anfang.
Denn Bewegung ist die Quelle
Rehasport kann Menschen an Bewegung heranführen.
Präventionskurse können Wissen vermitteln.
Training kann Fähigkeiten verbessern.
Gesundheitsangebote können Orientierung geben.
Doch langfristig bleibt die eigentliche Quelle dieselbe:
Bewegung.
Nicht die Verordnung.
Nicht die Teilnahme.
Nicht die Unterschrift.
Sondern die regelmäßige Bewegung selbst.
Deshalb ist Rehasport für mich häufig der Anfang.
Der Anfang eines Weges, auf dem Menschen lernen können, Bewegung dauerhaft in ihr Leben zu integrieren.
Denn Bewegung ist die Quelle.